FREIBERUFLERTUM

Ich oute mich hiermit: Ich verspüre eine immense Abneigung gegenüber klassischer Lohnarbeit. Ich könnte an dieser Stelle eine Grundsatzdiskussion anfangen, in der ich auf David Graebers Kampfbegriff der "Bullshit jobs" verweise, aber ich möchte unser aller Nerven nicht überstrapazieren. Immerhin muss man mir zugute halten, dass ich es versucht habe – in den Jahren nach meinem Studienabschluss 2008. Stattdessen habe ich mir binnen vieler Jahre einen bunten Strauß aus Tätigkeiten zusammengestellt, der mich kreativ beansprucht,  die meiste Zeit für meinen Lebensunterhalt sorgt (lassen Sie uns an dieser Stelle nicht über Corona reden), mir das Gefühl gibt, etwas Nützliches getan zu haben, mir die Möglichkeit gibt, mich künstlerisch und intellektuell stets weiterentwickeln zu können. Alles Vorteile, die ich in einem 9-to-5-Job niemals hätte.